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Zusammenarbeit mit den Familien
Ziel unserer Arbeit ist es, Eltern und Kinder bei der Lösung ihrer Probleme so zu unterstützen, dass sie in absehbarer Zeit wieder auf Dauer zusammenleben können. Ist dies nicht möglich, besteht für die Jugendlichen das Angebot, bis zum Ende der Schulzeit oder ihrer Ausbildung in unserer Einrichtung zu bleiben, um danach ein eigenständiges Leben zu führen.
Zur Stärkung des familiären Zusammenhaltes bieten wir folgende Hilfen an:
- Elternberatung zu konkreten Erziehungsfragen
- Konfliktberatung bei innerfamiliären Auseinandersetzungen
- Familientherapie
- regelmäßige Heimatbeurlaubung der Kinder an Wochenenden und in den Ferien
- intensive Begleitung und Beratung während der Rückführungsphase ins Elternhaus
Welche Kinder und Jugendlichen können bei uns aufgenommen werden?
In den heilpädagogischen Wohngruppen können Kinder und Jugendliche mit folgenden persönlichen Lebensthemen aufgenommen werden, z.B.:
- grenzenloses Verhalten und „Verwahrlosungstendenzen", Streunen, Schule schwänzen etc.
- lang andauernde massive innerfamiliäre Konflikte
- Schwierigkeiten bzgl. Aufbau und Halten von Beziehung zu anderen Kinder oder Erwachsenen
- mangelnde Konzentrationsfähigkeit oder Schwierigkeiten im Leistungsbereiche (z.B. Aufmerksamkeitsstörungen, Hyperaktivität)
- Entwicklungsrückstände und Probleme im emotionalen Bereich
- Unsicherheit oder auffallende Aggressivität gegenüber anderen und/oder sich selbst
- traumatische Erfahrungen im bisherigen Lebenslauf durch u.a. Missbrauch, Gewalt oder psychische Vernachlässigung
Wie sieht das Zusammenleben aus?
Das Zusammenleben in der Wohngruppe ist wie in einer großen Familie organisiert. Die täglichen Aufgaben und Verpflichtungen um Schule und Hausaufgaben bestimmen wesentlich den Tagesrhythmus. Feste gemeinsame Zeiten in der Gruppe sind die Mahlzeiten und die regelmäßig geplanten Unternehmungen. Die Wochenenden und die gemeinsame Ferienfreizeiten bieten Gelegenheit dazu, die soziale Gemeinschaft der Wohngruppe außerhalb der üblichen Verpflichtungen im Alltag in der gemeinsamen Unternehmung erleben und schätzen zu lernen.
Durch die Art des Zusammenlebens wollen wir den Kindern und Jugendlichen Orientierung und Sicherheit bieten. Auf dieser Basis sollen sie die Möglichkeit haben, mit entsprechenden Hilfen persönliche Entwicklungsdefizite aufzuholen und anhand der Erfahrungen im Zusammenleben mit anderen Kindern und Erwachsenen selbstverantwortliches und angemessenes Sozialverhalten zu lernen.
Psychologische und heilpädagogische Hilfen
Ergänzend zur pädagogischen Arbeit in der Gruppe bieten ein Psychologe und eine Heilpädagogin fachspezifische Fördermaßnahmen für die Kinder (außerhalb der Gruppe) an. Sie beraten und unterstützen die Gruppenmitarbeiter/innen bei pädagogischen Fragen und in der Zusammenarbeit mit den Eltern. Des weiteren entwickeln sie unter Zuhilfenahme einer gezielten Diagnostik zusammen mit Lehrern/innen, Gruppenmitarbeitern/innen und dem zuständigen Abteilungsleiter, die individuellen pädagogischen Ziele und Vorgehensweisen für jedes Kind. Sie stehen außerdem Eltern und Kindern als Gesprächspartner bei Problemen in der Familie zu Verfügung.
Wer trägt die Kosten?
Die Betreuung und Förderung in der Heilpädagogischen Wohngruppe ist eine Hilfe zur Erziehung, die nach Prüfung des pädagogischen Bedarfs vom örtlich zuständigen Jugendamt gewährt wird. Die Eltern werden je nach Einkommen - zu einem geringen Teil - an den Kosten beteiligt. Zur Abklärung aller Fragen können sie sich jederzeit an den/die zuständige/n Sozialpädagogen/in des Jugendamtes wenden.
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