Unsere Schule

Unsere „Schule zur Erziehungshilfe“ ist eine Abteilung des Evang. Jungendhilfeverbundes “Der Puckenhof e. V.”. Sie ist eine private, staatlich anerkannte Schule und gehört zur Gruppe der Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt sozial-emotionale Entwicklung.

Ziel unserer schulischen Förderung ist die Rückschulung in eine Regelschule oder in eine entsprechende weiterführende Schule, bei Abschluss der 9. Klasse der erfolgreiche oder qualifizierende Mitteschulabschluss.

Wir unterrichten nach den gültigen Lehrplänen der Grund- und Mittelschule. Dabei betreuen wir Schüler der Jahrgänge 1 bis 9 in jahrgangsreinen und jahrgangsübergreifenden Klassen. Die drei Klassen unserer Eingangsstufe werden als jahrgangsübergreifende Klassen geführt. Hier können Kinder die Lerninhalte der ersten beiden Grundschuljahre entsprechend ihrem individuellen Förderbedarf in zwei bzw. drei Jahren erlernen.

Schulbesuch und Schulweg sind kostenfrei.

 

Unsere Schüler/innen

Die Schule zur Erziehungshilfe unterrichtet Kinder mit besonderem Förderbedarf im Bereich der sozial-emotionalen Entwicklung. Diese Schüler benötigen individuelle Förderung, weil sie aufgrund der Probleme, die sie haben oder anderen bereiten, im Rahmen der Regelschule – trotz durchschnittlicher Intelligenz – nicht erfolgreich beschult werden können. Sie brauchen Hilfe, weil sie den Anforderungen der Schule und des täglichen Lebens nicht entsprechen können.

Die Ursachen sind vielfältig, haben aber immer zu erheblichem Leidensdruck bei allen Beteiligten und großem Handlungsbedarf geführt. Schwierigkeiten zu Hause wirken sich auf schulisches Verhalten und Schulleistungen aus und umgekehrt. Beziehungsstörungen sind häufige Begleiterscheinungen.

Der sich daraus ergebende sonderpädagogische Förderbedarf umfasst u.a.:

  • Die Einübung sozialverträglicher Verhaltensformen und die Vermittlung von Normen und Werten.
  • Die Erziehung zu einer positiven Arbeits- und Leistungshaltung.
  • Die Förderung der Selbst- und Fremdwahrnehmung.
  • Die Stabilisierung des Selbstwertgefühls.
  • Die Behebung bzw. Kompensation von Lernrückständen und Teilleistungsstörungen.

 

Unsere schulische Arbeit

Kleine Klassen mit durchschnittlich zehn Schülern ermöglichen intensive Kontakte und den Aufbau tragfähiger Beziehungen. Der Unterricht ist auf den sonderpädagogischen Förderbedarf unserer Schülerinnen und Schüler ausgerichtet und geht dementsprechend von den individuellen Leistungsvoraussetzungen und Bedürfnissen der Schüler aus. Klare und überschaubare Strukturen bieten den Schülern notwendige Orientierungshilfen.
Dementsprechend umfasst unsere pädagogische und unterrichtliche Tätigkeit die unterschiedlichsten Maßnahmen :

  • Klassenbezogene und individuelle Verstärkersysteme und Reflexionshilfen
  • Einrichtung eines Stillarbeitsraumes
  • Das Angebot einer strukturierten Pause
  • Verhaltenstraining
  • Die Einbindung von Schülerinnen und Schülern in unser Kinder- und Jugendparlament und in den Kinder- und Jugendrat
  • Die Kooperation mit Klassen der Regelschule
  • Vielfältiges Schulleben

Heilpädagogische Förderlehrer begleiten die Unterrichtsarbeit. Sie tragen zur pädagogisch-therapeutischen Akzentuierung bei und leisten individuelle Hilfen.

 

Angeschlossene Abteilungen des „Puckenhofs“

Die Schule arbeitet sehr eng mit den weiteren Abteilungen des “Puckenhofs” zusammen (mit der Heilpädagogischen Tagesstätte, den Ambulanten Hilfen und den stationären Wohngruppen).
Gemeinsam werden zielgerichtet Maßnahmen geplant und durchgeführt. Als Beispiele seien hier genannt:

  • Gemeinsame Erziehungsplanung
  • Elternarbeit
  • Kontaktpflege zu abgebenden und aufnehmenden Schulen, zu Jugendämtern und Beratungsstellen

Aufnahme, Rückführung bzw. Entlassung werden gemeinsam geplant und beschlossen.

 

Wie kommt Ihr Kind zu uns?

Voraussetzung für den Besuch unserer Schule zur Erziehungshilfe ist ein Sonderpädagogisches Gutachten, das den Förderschwerpunkt „sozial-emotionale Entwicklung“ feststellt. Eine weitere Voraussetzung ist die Gewährung einer Jugendhilfemaßnahme, die in der Regel den Besuch der Heilpädagogische Tagesstätte, des Heilpädagogische Heimes oder die Betreuung durch die Ambulanten Hilfen des Jugendhilfeverbundes „Der Puckenhof“ e. V. beinhaltet. Ausnahmen sind in Einzelfällen möglich.

Der Erstkontakt kann u. a. von Eltern, Schule, Beratungsstellen, Jugendämtern oder Kliniken ausgehen.

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